Baden-Württemberg e.V. Region Karlsruhe

Pflege in Karlsruhe und Ubstadt-Weiher

Kurzzeit- und Verhinderungspflege

Die Pflegeheime des ASB Karlsruhe bieten Kurzzeitpflege an, wenn ältere oder andere hilfebedürftige Menschen vorübergehend nicht im eigenen Zuhause betreut werden können.

Kurzzeitpflege

Unter Kurzzeitpflege versteht man die vorübergehende Pflege und Betreuung einer pflegebedürftigen Person in einer vollstationären  Einrichtung für einen Zeitraum von bis zu vier Wochen je Kalenderjahr. Notwendig ist Kurzzeitpflege z.B. nach einem Krankenhausaufenthalt, um den/die Betroffene/n auf die Rückkehr in den eigenen Haushalt vorzubereiten. 

Zum 1. Januar 2015 ist das Pflegestärkungsgesetz in Kraft getreten. Das bedeutet, Pflegebedürftige haben Anspruch auf mehr Leistungen. Dadurch verbessert sich auch die Situation von pflegenden Angehörigen.

Leistungsanspruch

Die Leistung der Pflegeversicherung für die Kurzzeitpflege steht unabhängig von der Pflegestufe allen Pflegebedürftigen in gleicher Höhe zur Verfügung. Der Leistungsbetrag der Kurzzeitpflege wurde im Zuge der Pflegereform 2015 von bislang 1.550 EUR auf nun 1.612 EUR für bis zu vier Wochen pro Kalenderjahr erhöht.

Die Kurzzeitpflege kann unter Anrechnung auf den für Verhinderungspflege zustehenden Leistungsbetrag um bis zu 1.612 EUR auf dann 3.224 verdoppelt werden, soweit Verhinderungspflege noch nicht in Anspruch genommen wurde. Die zeitliche Beschränkung erweitert sich in diesem Falle ebenfalls um das Doppelte auf 8 Wochen pro Kalenderjahr.


Verhinderungspflege

Pflege und Urlaub lassen sich für pflegende Angehörige häufig nicht so einfach vereinbaren. Auch wenn die private Pflegeperson krank wird, stellt sich die Frage, wer sich um den pflegebedürftigen Angehörigen kümmert. Hier übernimmt die Pflegeversicherung die Kosten einer Ersatzpflege für bis zu sechs Wochen je Kalenderjahr, die sogenannte Verhinderungspflege.

Der jährliche Leistungsumfang für die Verhinderungspflege (auch: Ersatzpflege oder Urlaubspflege genannt) wurde von zuletzt 1.550 Euro auf nun 1.612 Euro angehoben. Außerdem können bis zu 50 Prozent des Leistungsbetrags für Kurzzeitpflege (bis zu 806 Euro) künftig zusätzlich für Verhinderungspflege ausgegeben werden. Diese Möglichkeit besteht, sofern noch keine Kurzzeitpflege in Anspruch genommen wurde.