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Fragen zur Zukunft? ASB-Kollegen stehen einen Samstag lang bereit für Berufsanfänger: kostenfrei, auf der Messe Karlsruhe

Auf der Suche nach einer Ausbildung haben junge Menschen beim Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) gute Chancen beiderseits des Rheins. Dies macht die junge Mentorin für Azubis in Karlsruhe auf der Messe „Einstieg Beruf“ deutlich, zusammen mit einem „alten Kämpen“, der in Hagenbach Leiter eines Pflegeheims ist. Die ASB-Kollegen stellen sich am 21. Januar von 10 bis 15:30 Uhr in der dm-Arena der Messe Karlsruhe den Fragen von Berufsanfängern.

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Wer fragt, warum sie zufrieden ist, der erhält von der Auszubildenden Sophie-Marie Plag diese Antwort: „Der Beruf macht Spaß und das Kollegium stimmt“. Sie ist 19, im zweiten Lehrjahr und angehende Kauffrau für Büromanagement beim ASB Region Karlsruhe. Die meisten ihrer ASB-Kollegen erlernen den Beruf des Altenpflegers – wie Florian Kaczmarek, in der ambulanten Pflege. 


Auch er sagt: „Mir geht es nach der Arbeit einfach gut.“ Kein Tag sei gleich, er arbeite gerne mit Menschen und die Senioren seien leicht zu Späßen aufgelegt und zeigten Emotionen. Seine Berufswahl begründet der 31-Jährige so: „Irgendwann bin ich selbst alt, stehe viel­leicht allein da und brauche Hilfe, daran orientiere ich mich.“ 

Jana Rottenbücher betreut als Praxisanleiterin des ASB Region Karlsruhe die Auszubilden­den jedweder Fachrichtung. Sie steht am 21. Januar für Fragen von Berufsanfängern bereit. Für den Tag auf der „Einstieg Beruf“ hat die 33-Jährige sich einen erfahrenen Kollegen von der anderen Rheinseite ins Boot geholt: Michael Matthes, 63 Jahre. Der gebürtige Karlsruher leitet das ASB-Seniorenzentrum in Hagenbach und schöpft aus 40 Jahren Berufserfahrung im Gesundheitswesen, davon 30 Jahre in leitender Position in Kliniken und Seniorenzentren. 

Michael Matthes ist gelernter Intensivkrankenpfleger und Pflegewissenschaftler und bringt den breiten Hintergrund aus Lehre, angewandter Forschung und Qualitätsmanagement mit. Als Matthes 2015 das Haus in Hagenbach als Leiter übernahm, nannte er es bald liebevoll mundartlich „das etwas andere Seniorenzentrum – leben, wie früher dehäm“. Warum? „Weil das ASB-Seniorenzentrum Hagenbach ein besonderes Haus ist“, wie er sagt: „Hier leben die Seniorinnen und Senioren in fünf Großfamilien, eben genauso wie früher daheim.“ 

Ähnlich wirbt das Messe-Duo Jana Rottenbücher und Michael Matthes, oben im Bild, für den Arbeitgeber ASB: „Viele Karlsruher (und Hagenbacher) haben einen Traum: mit dir zusammen alt werden.“ Gemeint ist damit vornehmlich die Altenpflege. 

Lange Betriebszugehörigkeiten sind allerdings auch im Rettungsdienst des ASB üblich. Reinhard Göbel etwa, der bald in den Unruhestand geht, schaut auf mehr als 40 Jahre als Rettungsassistent zurück. Wer Interesse hat, als Auszubildender im Rettungsdienst in seine Fußstapfen zu treten, erfährt am Messe-Stand des ASB, was vorausgesetzt wird: Volljährig­keit (18 Jahre) und der Besitz des Führerscheins. Der Stand mit Nummer 177 steht auf halber Höhe des Mittelgangs ziemlich exakt in der Mitte der dm-Arena.

Unser Gruppenfoto entstand am 21. Januar. Es zeigt neben Jana Rottenbücher (2. von links, hier mit Brille und offenem Haar) und Michael Matthes (Anzug, blaue Krawatte) weitere Kolleginnen und Kollegen des ASB Region Karlsruhe. Das sind, von links: Florian Kaczmarek, Auszubildender in der ambulanten Pflege und Natalie Nowak (gelbes Shirt) von der ASB-Sozialstation Karlsruhe. Auch die Jugend- und Auszubildenden-Vertretung (JAV) des ASB besuchte den Messestand: Die Auszubildenden Joshua Westermann und Alisa Wabersich sind angehende ASB-Notfallsanitäter.

Ein Wort noch zum ASB-Seniorenzentrum in Hagenbach: 2012 nach modernsten Erkenntnissen errichtet und ausgestattet, ist es ein Wohnangebot "mitten im Leben": Die gegenüberliegenden Kindergärten, eine Schule und das Gemeindezentrum lassen generationenübergreifende Kontakte entstehen. Schon der Standort entspricht der Idee des Hauses. „Die Menschen, die hier wohnen, sind ein Teil der Gemeinde", sagt der Leiter Michael Matthes. Das Konzept bietet Sicherheit und Struktur im Tagesablauf: "Die Seniorinnen und Senioren verrichten bekannte Arbeiten des täglichen Lebens mit, beobachten oder sind einfach dabei." Die Mahlzeiten können in der Wohngruppe eingenommen werden. In fünf kleinen Wohngruppen bietet das Seniorenzentrum heute 65 älteren hilfe- und pflegebedürftigen Menschen ein attraktives Zuhause in Hagenbach. mehr