Baden-Württemberg e.V. Region Karlsruhe

Aktuelles

Ehrenamtlich engagiert beim ASB Region Karlsruhe – „Markt der Möglichkeiten“: Begeisterung teilen

Auf die Frage, warum er sich engagiert, hält Fabian Manske eine Antwort parat, die in ihrer Offenheit verblüfft: „Für mich“. Dann fügt er hinzu: „Für Durlach. Mit Durlachern.“

Bildergalerie

Der Ergotherapeut ist einer von mehreren Mitarbeitenden des ASB Region Karlsruhe, die am 18. September berichten, was sie nach Feierabend gemeinsam mit Anderen bewegen – beim 21. „Markt der Möglichkeiten“ von 13 bis 18 Uhr auf dem Marktplatz in Durlach.

Pflegende Angehörige begleiten

Tagsüber ist Fabian Manske Ergotherapeut in der ASB-Seniorenresidenz „Im Blumenwinkel“. In seiner freien Zeit pflegt er zusammen mit Ehren­amtlichen ein Netzwerk: das Netzwerk Pflegebegleitung. Sein Glücksgefühl: „Jemand entspannt für einen Moment, erlebt sich als verstanden und sieht, dass es Anderen so geht wie ihm oder ihr. Dann weiß ich für mich, wie sinnvoll es ist, pflegenden Angehörigen Raum für den Austausch zu bieten. Der Augenblick Abstand vom Alltag, der Kraft zehrt, ist wichtig und tut gut.“ Einmal im Monat lädt das Netzwerk Betroffene zum ‚Café Auszeit‘ in ein Café in Durlach und unterstützt damit ein in Karlsruhe einzigartiges Angebot.

Senioren über die Sinne ansprechen 

Einem Hund über das Fell streicheln, seine Präsenz spüren und sich über seine Lebendigkeit freuen – das kann bei Menschen, die an einer Demenz leiden, ganz einfach Momente wertvoller Wachheit auslösen. In einem Seniorenheim ruft ein treuherziger Vierbeiner eine fröhliche Atmosphäre hervor. So hat der Arbeiter-Samariter-Bund den Besuchshunde-Dienst ins Leben gerufen. Nina Stieneker koordiniert das Angebot in Karlsruhe. "Als Träger von vier Pflegeheimen am Ort und im Hinblick auf den demographischen Wandel steigt der Bedarf an altersgerechter Betreuung stetig“, sagt sie. „Ich freue mich daher, wenn engagierte Hundehalter mit Freude an diesem schönen Ehrenamt sich bei uns melden, um die Idee voran zu treiben – Tiere öffnen Herzen.“ Gut zu wissen: Für ihre Einsätze sind die Hunde über den ASB haftpflichtversichert.

Gut ausgebildet im Standby sein

„Helden brauchen keine Superkräfte. Sie brauchen nur die richtigen Handgriffe.“ Von dieser Aussage ist die gelernte Krankenschwester Sestilia Haaß überzeugt. Werktags ist sie als stellvertretende Leiterin der ASB-„Tagespflege an der Pfinz“ tätig. In ihrer freien Zeit bringt sie in Erste-Hilfe-Kursen des ASB Anderen die richtigen Handgriffe bei. „Denn die helfen im Notfall, parallel zum Absetzen des Notrufs.“ Beim ASB, der mehrere Rettungswachen im Stadt- und Landkreis betreibt, sind ehrenamt­liche Kräfte ebenfalls im Bevölkerungsschutz sowie im Sanitäts- und Rettungsdienst aktiv. Sie werden dafür entsprechend anspruchsvoll qualifiziert.

Carsten Schmidt, der erste stellvertretende Vorsitzende des ASB Region Karlsruhe, hebt das gemeinsame Wirken von Haupt- und Ehrenamtlichen in dem Wohlfahrtsverband hervor: „Wer wie wir Freude daran hat, Anderen zu helfen und sich einbringen will, der findet bei uns Akzeptanz und eine handfeste Antwort auf die Frage, worauf es im Leben ankommen kann. Wir sagen: Willkommen.“ 

Unsere Fotos zeigen das Team der ASB-Erste-Hilfe-Ausbildung (Ausschnitt) sowie beispielhaft eine Hündin des ASB-Besuchshunde-Dienstes und schließlich den im Text angesprochenen Ansprechpartner für das Netzwerk Pflegebegleitung, Fabian Manske.